Die 5 Fehler, die Gitarrenanfänger vermeiden sollten

Du hast dir also vor Kurzem deine Gitarre gekauft oder durchforstest gerade das Netz nach Tutorials, denen du vertrauen kannst. Ein Instrument zu lernen ist wie alles andere zu lernen, und die Chance stehen gut, dass du dir unterwegs die eine oder andere schlechte Angewohnheit aneignest. Doch unser Profigitarrist James Barratt (er hat mit Mitgliedern der Stereophonics, Ronnie Dunn und Scissor Sisters aufgenommen und gespielt) ist hier mit den 5 häufigsten Fehlern von Anfängern und wie man sie korrigiert.
1. Das Halten des Plektrums
Es gibt verschiedene anerkannte Arten, das Plektrum zu halten, aber oft behindert eine schlechte Position des Zeigefingers die Anschlagstechnik. Versuche, das Plektrum zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten und den Zeigefinger so einzurollen, dass die Spitze des Plektrums sichtbar ist und nicht von der Position deines Zeigefingers beeinflusst wird. Wenn du es richtig machst, sollte die Fingerkuppe deines Zeigefingers zurück zum Daumengelenk zeigen. Die übrigen Finger können entweder abgespreizt sein (nützlich, wenn du später Hybrid Picking ausprobieren willst) oder kompakt zur Faust… probiere beides aus und sieh, was hängen bleibt; in jedem Fall bleib ENTSPANNT.
Denk daran, in BEIDE Richtungen anzuschlagen (nach UNTEN UND nach OBEN!).
2. Die Greifhand
Achte darauf, auf den Fingerspitzen zu sein, wenn du irgendetwas greifst, besonders aber bei offenen Akkorden. Auch die Position innerhalb des Bundes ist wichtig: Komm so nah wie möglich an den metallenen Bundstab heran, ohne draufzuliegen, für den besten Klang und den geringsten nötigen Druck.
3. Positionierung
Der Steg der Gitarre ist dein Freund für eine präzisere Anschlagshand, wenn du einzelne Melodienoten spielst. Deine Anschlagshand hier abzulegen gibt dir zudem schnellen Zugang zu Techniken wie dem Palm Muting. Für ein entspannteres Gefühl kannst du beim Anschlagen mehrerer Saiten für Akkordfolgen usw. vom Steg weggehen.
4. Übe-Routine
Wenig und häufig führt zu einem viel besseren Fortschritt als eine einzige längere Einheit, die am Ende der Woche hineingezwängt wird.
5. Üben ist NICHT dasselbe wie Spielen
Versuche, deine Übungszeit zu fokussieren, indem du wirklich auf die Klänge hörst, die du erzeugst. Was ist es, das dich zum Beispiel bei einer bestimmten Akkordfolge stolpern lässt? Versuche, dich auf eine bestimmte Bewegung einzupendeln, und erstelle kurze Übungen, die sich wirklich auf eine einzige konkrete Sache konzentrieren, statt die Progression immer wieder von vorn durchzuspielen. Oft lohnt es sich, die Hände zu trennen; wenn ich zum Beispiel einen kniffligen Akkordwechsel der linken Hand üben wollte, würde ich dafür sorgen, dass meine rechte Hand etwas ganz Einfaches tut, damit ich mich ganz auf die linke Hand konzentrieren kann.
Wenn du die Grundlagen lernen musst (oder eine Auffrischung brauchst), sieh dir den Kurs zu den Gitarrengrundlagen von James Barratt auf MusicGurus an, mit einer GRATIS-LEKTION… Viel Spaß beim Üben!



