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Klavier
András Schiff ist eines der herausragendsten Mitglieder einer Generation ungarischer Pianisten, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, neben Künstlern wie Zoltán Kocsis, Dezso Ránki und Jenő Jandó. Aus dieser bemerkenswerten Gruppe hat Schiff das größte internationale Ansehen erlangt, nicht nur wegen seiner Entscheidung, seine Karriere außerhalb Ungarns zu verfolgen, sondern auch dank seines fein abgestuften Anschlags und eines beeindruckenden Gedächtnisses, das es ihm erlaubt, in Konzerten und Aufnahmen große Teile des Œuvres eines Komponisten darzubieten.
Schiff wurde am 21. Dezember 1953 in Budapest geboren und studierte beim ungarischen Komponisten Pal Kadosa und bei Ferenc Rados (die beide auch Kocsis und Ránki unterrichteten) sowie beim englischen Cembalisten George Malcolm. Sein Debüt gab er mit 19 Jahren in Budapest, gefolgt von Konzertauftritten in ganz Europa und den Vereinigten Staaten. Sein Ansehen wuchs mit preisgekrönten Auftritten beim Moskauer Wettbewerb 1974 und beim Leeds Festival 1975.
András Schiff arbeitet mit den meisten großen internationalen Orchestern und Dirigenten, doch die meisten seiner Aufführungen von Klavierkonzerten von Bach, Beethoven und Mozart leitet er selbst. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die Cappella Andrea Barca, mit der er jährlich als Dirigent und Solist arbeitet, ebenso wie mit dem Philharmonia Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe.
Schiffs Stil, in dem sich ein ungewöhnlich sensibler Anschlag mit einem Gespür für kontrapunktische Klarheit verbindet, hat ihn zu einem der bedeutendsten Bach-Interpreten der Gegenwart gemacht. Er hat die gesamte Klaviermusik von Bach eingespielt, ebenso wie die vollständigen Sonaten und Sonatenfragmente von Franz Schubert, dessen introspektive Klaviermusik Schiffs Temperament gut entspricht. 2009 vollendete er bei ECM einen Beethoven-Sonatenzyklus, und 2011 wurde ihm der Schumann-Preis der Stadt Zwickau für seine Interpretation und Förderung der Musik Schumanns verliehen. 2001 begann Schiff, die Werke Bachs erneut zu betrachten und neu einzuspielen. Neben den erwartbaren mitteleuropäischen romantischen Werken nimmt die Musik von Béla Bartók und Leos Janácek einen prominenten Platz in Schiffs Repertoire ein.
In seinen MusicGurus-Kursen zu Schuberts Moments Musicaux Nr. 1, 3 und 4, Bachs Partita Nr. 2 und Beethovens späten Klaviersonaten holt Schiff dich in diese interpretatorische Welt – er teilt, wie er über Stimmführung, Anschlag, kontrapunktische Klarheit und Struktur denkt, damit du diesen Werken am Klavier echte Tiefe und echtes Verständnis verleihen kannst.










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